EASA - Europäische Agentur für Flugsicherheit

www.bazl.admin.ch/easa

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) ist in Europa die zuständige Behörde im Bereich Flugsicherheit. Ihre Kompetenzen wurden in den letzten Jahren sukzessive auf alle Bereiche (Technik, Operation, Infrastruktur) ausgedehnt. Deshalb wird es in nächster Zeit weiterhin zu vermehrten und regelmässigen Änderungen der Vorgaben und Normen kommen, welche Piloten, Verantwortliche von Airlines, Unterhaltspersonal, Fluglotsen und Flughafenbetreiber betreffen können. Mit dieser Seite will das BAZL den Luftfahrkreisen einen direkten und einfachen Zugang zu den für sie relevanten Informationen und Dokumenten ermöglichen.

Die EASA hat von der EU-Kommission den Auftrag, für einheitliche und verbindliche Vorgaben in Sachen Sicherheit in der europäischen Luftfahrt zu sorgen. Sie wird in diesem Zusammenhang in nächster Zeit verschiedene neue Regularien - insbesondere in den Bereichen Flugoperation, Flugsicherung und Flugplätze - einführen. Durch die Teilnahme der Schweiz an der EASA sind davon auch schweizerische Unternehmen und Personen betroffen. Da die Einführung der neuen EASA-Normen ein äusserst dynamischer Prozess und das entsprechende Verfahren komplex und teilweise langwierig ist, will das BAZL den Akteuren der Schweizer Luftfahrt die Übersicht erleichtern. Sie finden auf dieser und den angegliederten Seiten die für die verschiedenen Bereiche relevanten Informationen, Dokumente sowie Links zu den Texten und Dateien auf der EASA-Website. Das BAZL publiziert auf dieser Seite auch regelmässig Stellungnahmen, welche es im Rahmen des Rechtssetzungsprozesses (ToRs, NPAs, CRDs) der EASA abgibt. 

Implementing Rules und Acceptable Means of Compliance 

Die sog. EASA-Grundverordnung (216/2008) umschreibt die Zuständigkeit der EU in der Aviatiksicherheit. Sie legt zudem die grundlegenden Anforderungen an die Luftfahrtsicherheit fest und regelt Gründung, Betrieb und Aufgaben der EASA. 

Darauf gestützt erlässt die EU-Kommission Implementing Rules (IRs), welche die grundlegenden Anforderungen mit direkt verbindlichen Anweisungen konkretisieren, so wie dies bereits aus den früheren JARs bekannt war. Die IRs werden jeweils als spezielle Verordnungen der EU erlassen und im Amtsblatt der EU publiziert. In der Schweiz anwendbar werden sie aber erst, wenn sie im Rahmen des Gemischten Ausschusses Schweiz-EU in den Anhang zum bilateralen Luftverkehrsabkommen übernommen wurden. Noch bestehen nicht für alle Bereiche bereits IRs. Dort gelten die früheren nationalen Anforderungen weiter, bis die IRs zur Verfügung stehen. 

Die EASA erarbeitet und veröffentlicht zudem Wegleitungen und Spezifikationen zur Umsetzung der IRs in Industrie und Behörden. Wer diesen sogenannten Certification Specifications (CS) oder Acceptable Means of Compliance (AMC) folgt, kann davon ausgehen, dass die IRs und damit auch die grundlegenden Anforderungen erfüllt sind. Wer den CS oder AMC nicht folgen will, der kann auch einen anderen Weg wählen. Er muss dann allerdings den vollen Nachweis liefern, dass er IRs und grundlegende Anforderungen erfüllt. CS und AMC finden sich unter den jeweiligen Sachbereichen. Die häufigsten Fragen zu Funktion und Bedeutung der Acceptable Means of Compliance beantwortet ihnen der Link zur EASA auf der rechten Seite.

Weiterführende Informationen

General Aviation

Simpler, lighter, better: Roadmap der EASA für die General Aviation hier

https://www.bazl.admin.ch/content/bazl/de/home/EASA/easa---europaeische-agentur-fuer-flugsicherheit.html