Neue digitale Plattform für Luftfahrtdaten

Bern, 14.06.2019 - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. Juni 2019 beschlossen, eine neue Stelle mit Aufbau und Betrieb einer internetbasierten Plattform für die Sammlung der Luftfahrtdaten zu schaffen und die dafür nötigen Gelder zu sprechen. Die neue Plattform dient dazu, die Datenqualität zu verbessern. Gute Luftfahrtdaten sind für die Sicherheit der zivilen und militärischen Luftfahrt essentiell.

Bei den Luftfahrtdaten handelt es sich um Geoinformationsdaten, die zum Beispiel für die Erstellung von Luftfahrtkarten notwendig sind und in Cockpitsysteme einfliessen. Sie geben Auskunft über die Struktur von Lufträumen, kennzeichnen Luftfahrthindernisse und werden für die Ausarbeitung von Flugverfahren benötigt. In der Schweiz werden diese Daten heute über diverse analoge Prozesse und Medien gesammelt und bei der Flugsicherung Skyguide und dem BAZL digitalisiert. Da immer mehr Luftfahrdaten in Cockpitsystemen direkt genutzt werden, steigen die Anforderungen an deren Qualität. Daher ist es sinnvoll, die Prozesse zur Sammlung und Anlieferung dieser Daten an die Flugsicherung Skyguide zu verbessern.

Dazu soll nun eine externe Stelle beauftragt werden, für den Bund eine digitale Plattform zu errichten und zu betreiben. Durch die Umstellung der heute mehrheitlich papierbasierten Erfassung auf digitale Prozesse werden die Luftfahrtdaten künftig nach internationalen Normen aufbereitet. Die dafür nötigen gesetzlichen Grundlagen hat das Parlament bereits 2017 geschaffen. Die neue Plattform dient auch als Grundlage für die weitere Digitalisierung in der Luftfahrt. Sämtliche Akteure der Luftfahrt – Flugsicherungsdienste, Flugplatzbetreiber sowie Eigentümer von Luftfahrthindernissen – werden künftig die Luftfahrtdaten über eine internetbasierte Datenerfassungsstelle einreichen.

Damit digitale Luftfahrtdaten in hoher Qualität und effizient bewirtschaftet werden können, müssen nebst dem Aufbau einer neuen technischen Plattform auch die Geschäftsprozesse angepasst sowie der Betrieb mit speziell ausgebildetem Personal sichergestellt werden. Das Beschaffungsvolumen für Aufbau und Betrieb der Datenerfassungsschnittstelle beläuft sich bis 2036 auf rund 29 Mio. Franken. Es wird gemäss den WTO-Beschaffungsrichtlinien öffentlich ausgeschrieben.


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Letzte Änderung 30.01.2017

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