Luftfahrthindernisse

Gebäude, Antennen, Türme, Kräne, Seilbahnen, Windenergieanlagen, Hochspannungsleitungen oder weitere hohe Anlagen sowie auch Pflanzen können Hindernisse für die Luftfahrt darstellen und Auswirkungen auf die Sicherheit von Flugzeugen und Helikoptern haben. Deshalb sind solche Anlagen und Pflanzen registrierungs- oder bewilligungspflichtig und müssen vor der Erstellung einer luftfahrtspezifischen Prüfung unterzogen werden. 

 

Das Wichtigste in Kürze:
Als Luftfahrthindernis gelten Objekte, wenn sie in bebauten Gebieten eine Höhe von 60 Metern und mehr sowie in unbebauten Gebieten eine Höhe von 25 Metern und mehr erreichen. Spezifische Regelungen gelten zudem in Bereichen rund um Flugplätze. Eigentümer solcher Anlagen sind verpflichtet, ein Hindernisobjekt zu registrieren oder vom BAZL bewilligen zu lassen. Die Einzelheiten sind in Artikel 63 ff. der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) geregelt. Für die Meldung des Objekts steht der Obstacle Collection Service (OCS) zur Verfügung.

Das BAZL prüft, ob eine Anlage mit Blick auf die Sicherheit des Luftverkehrs errichtet werden darf und welche Sicherheitsmassnahmen wie Markierung und/oder Befeuerung vorzunehmen sind. Die aktuelle Luftfahrthindernis-Situation ausserhalb von Flugplätzen ist als Online-Karte öffentlich publiziert. Die Aktualisierung erfolgt zweimal pro Woche.

Entscheidungshilfe für Luftfahrthindernisse:

Beträgt die Höhe Ihres Objektes 25 m und mehr in unbebautem resp. 60 m und mehr in bebautem Gebiet?
Sie sind verpflichtet, ihr Objekt auf dem Obstacle Collection Service (OCS) zu registrieren.

Beträgt die Höhe Ihres Objektes 100 m und mehr?
Hier ist eine Bewilligung des BAZL notwendig. Dasselbe gilt für Windenergieanlagen, Hochspannungsleitungen und Slacklines bereits ab 60 m. Auf dem OCS können Sie eine Bewilligung beantragen.

Hindernis für die Luftfahrt gesichtet?
Piloten sind verpflichtet, die Navigationssysteme periodisch nachzuführen und sich zwischenzeitlich über Mutationen bei den Hindernissen zu informieren.

Piloten sind zudem eingeladen, gesichtete Anlagen, welche nicht auf den aktuellen Luftfahrthinderniskarten publiziert sind, jedoch die Sicherheit der Luftfahrt beeinträchtigen könnten, dem BAZL über den Link Beobachtung (ganz unten auf  der Seite)  auf dem OCS mitzuteilen.

 
 
 

Weiterführende Informationen

Kontakt

Bundesamt für Zivilluftfahrt

Sektion Flugplätze und Luftfahrthindernisse 

obstacles@bazl.admin.ch

Kantonale Kontaktstellen für Luftfahrthindernisse 

Kontaktinformationen drucken

WeGOM

http://map.aviation.admin.ch
https://www.bazl.admin.ch/content/bazl/de/home/fachleute/flugplaetze/luftfahrthindernisse.html