Ausländische Luftfahrzeuge der Sonderkategorien

Ausländische Luftfahrzeuge der Sonderkategorien (entsprechen den Lufttüchtigkeitsanforderungen gemäss ICAO Annex 8 nicht oder nur teilweise, oder zeitweilig nicht) bedürfen zum Einflug und Verkehr in der Schweiz grundsätzlich einer Sonderbewilligung zur Benutzung des schweizerischen Luftraumes. Der Antrag muss spätestens zwei volle Werktage vor Beginn des beabsichtigten Fluges beim BAZL eingegangen sein.

Dem Antrag per Email sind folgende Unterlagen in deutscher, französischer, italienischer oder englischer Sprache beizufügen:

  • Lufttüchtigkeitszeugnis einschließlich der Einschränkungen oder;
  • Flugzulassung einschließlich der Auflagen;
  • Lärmzeugnis, wenn anwendbar;
  • Eintragungszeugnis;
  • Instandhaltungsnachweis, inkl. “annual inspection”;
  • Dritthaftpflichtversicherung.

Neu hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt folgende neue Regelungen für ausländische Luftfahrzeug der Sonderkategorie beschlossen:

  • Die maximale Bewilligungszeit für die Benutzung des schweizerischen Luftraumes pro Kalenderjahr beträgt insgesamt 2 Monate. Eine Aufteilung im Kalenderjahr ist möglich;
  • Jahresbewilligungen können mit Übergangsfrist bis 30. Juni 2024 erteilt oder verlängert werden.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt kann bei Bedarf zusätzliche Nachweise oder Dokumente verlangen und behält sich ferner das Recht vor, das Luftfahrzeug vor der Ausstellung einer Bewilligung zur Benutzung des Schweizer Luftraumes einer Prüfung zu unterziehen. 

Eine Einflug- resp. Sonderbewilligung für die Benützung des schweizerischen Luftraums ist nicht erforderlich für im europäischen Wirtschaftsraum registrierte Luftfahrzeuge, die eine Fluggenehmigung (Permit to Fly) mit folgender Formulierung mit sich führen: «Diese Fluggenehmigung ist gemäß Verordnung (EU) 2018/1139 Artikel 18 Absatz 2 Buchstabe (b) ausgestellt und bescheinigt, dass das Luftfahrzeug im Rahmen der nachstehenden Flugzwecke und unter den nachstehenden Bedingungen gefahrlos fliegen kann; sie gilt in allen Mitgliedstaaten».

Ferner ist in Anwendung der ECAC-Empfehlung INT S/11-1 vom Juni 1980 für den Einflug von Eigenbauluftfahrzeugen, welche in ECAC-Staaten eingetragen sind, keine Genehmigung erforderlich. Dieser Grundsatz umfasst hingegen nicht automatisch auch die jeweilige Einsatzart des Luftfahrzeuges. So sind ausländische Eigenbauluftfahrzeuge in der Schweiz nicht zur Durchführung von Flügen nach VFR-Night und IFR berechtigt, sofern diese nicht den jeweiligen schweizerischen Anforderungen entsprechen.

Da die Schweiz die ECAC Empfehlung ECAC/35-1 (Inkrafttreten 18. Mai 2016) übernommen hat, bedürfen Luftfahrzeuge der Kategorie „Antik/Historisch“, die in ECAC-Staaten eingetragen sind, ebenfalls keiner Bewilligung zur Benützung des schweizerischen Luftraumes. Die Empfehlung gilt jedoch nur für original werkgebaute Luftfahrzeuge, die früher über ein ICAO-konformes Lufttüchtigkeitszeugnis verfügten. Es dürfen maximal 9 Insassen, davon maximal 6 Passagiere, befördert werden. Diese Regelung hat keine Übergangsfrist und gilt ab sofort.

Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten kann das BAZL in begründeten Fällen nach wie vor Ausnahmen bewilligen.

Allfällige Verstösse werden durch das BAZL geahndet.

Antrag einer Einflug- resp. Sonderbewilligung

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Weiterführende Informationen

Kontakt

Bundesamt für Zivilluftfahrt Luftfahrzeugregister BAZL

Luftfahrzeugregister

Tel: +41 58 465 35 35
Fax: +41 58 465 80 48

aircraftregistry@bazl.admin.ch

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