Pre-defined Risk Assessment (PDRA)

Nachdem das Parlament die Motion 20.3916 angenommen hat, die eine Herauslösung des traditionellen Modellfluges aus der neuen Drohnenregulierung verlangt, muss die Schweiz entsprechende Verhandlungen mit der Europäischen Union aufnehmen. Die Inhalte dieser Website beziehen sich somit auf Rechtsgrundlagen, die nicht in Kraft sind.

Genauso wie das Standardszenario (STS) hat das Pre-defined Risk Assessment (PDRA) zum Ziel, den Bewilligungsprozess zu erleichtern, indem die Risikoeinstufung (SAIL, auf Basis der SORA Methodologie) bereits durchgeführt wurde. PDRAs zielen allerdings auf die Bewilligung noch komplexerer Drohnenoperationen ab. 

Damit eine Operation in diesen Bewilligungsprozess fällt, muss der Operateur bestätigen, dass er sämtliche vorgegebenen Bedingungen, die im PDRA enthalten sind, erfüllt. Im Gegensatz zu den STS, muss die Drohne nicht zwingend eine Klassenmarkierung aufweisen. Hinzu kommt, dass das Bewilligungsverfahren nach PDRA keine spezifischen Szenarien vorgibt, wie dies bei den STS der Fall ist. Dies lässt den Antragstellern mehr Flexibilität bei der Durchführung ihres geplanten Drohnenfluges.

Welche "Typen" von PDRA gibt es?

Grundsätzlich lassen sich zwei Typen von PDRA unterscheiden: PDRA-S und PDRA-G.

  • Während der erste Typ (PDRA-S) die europäischen STS spiegelt (es handelt sich um dieselben Operationen für Drohnen ohne Klassenmarkierung), 
  • beinhalten die PDRA-G die Risikoanalysen weiterer spezieller Drohnenoperationen, die in der EU relativ häufig vorkommen.
 

PDRA-S01

"Spiegel" des STS-01

PDRA-S02

"Spiegel" des STS-02

PDRA-G01 PDRA-G02
Sichtkontakt Ja, VLOS Ja, EVLOS möglich  Ja, EVLOS möglich  BVLOS
Gebiet unter Kontrolle des Drohnenbetreibers unter Kontrolle des Drohnenbetreibers dünn besiedelt dünn besiedelt
Luftraum kontrolliert oder unkontrolliert kontrolliert oder unkontrolliert unkontrolliert reserviert
max. Flughöhe 120m 120m 150m keine maximale Flughöhe
Drohneneigenschaften max. Umfang von 3m und/oder 34kJ max. Umfang von 3m und/oder 34kJ max. Umfang von 3m und/oder 34kJ max. Umfang von 3m und/oder 34kJ
Klassenmarkierung nicht notwendig nicht notwendig nicht notwendig nicht notwendig
Pilotenkenntnisse Fernpilotenzeugnis, gemäss offen A2 sowie Praxislehre bei einer anerkannten Stelle. Fernpilotenzeugnis, gemäss offen A2 sowie Praxislehre bei einer anerkannten Stelle. Individuell, abhängig von der geplanten Operation. Aneignung der Kenntnisse, die relevant sind für die Operation. Individuell, abhängig von der geplanten Operation. Aneignung der Kenntnisse, die relevant sind für die Operation.
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Letzte Änderung 04.03.2021

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