Avistrat-CH

Mitte 2016 erteilte das UVEK dem BAZL den Auftrag, den Schweizer Luftraum, sowie die Aviatikinfrastruktur (Flugsicherungsinfrastruktur und Flugplätze) neu zu gestalten. Dieses Vorhaben wird vom BAZL mittels eines Programms umgesetzt, welches «Luftraum- und Aviatikinfrastruktur-Strategie Schweiz» oder kurz AVISTRAT-CH heisst. 

Heutige Situation

Die Schweizer Luftraum- und Aviatikinfrastruktur präsentiert sich heute als ein über Jahrzehnte durch eine Vielzahl von punktuellen Anpassungen gewachsenes, kompliziertes System. Seit der Zeit, als dieses System in seiner Grundstruktur geschaffen wurde, haben sich die Bedürfnisse der Luftraumnutzer stark gewandelt. So ist zum Beispiel durch die Drohnen in jüngerer Vergangenheit eine völlig neue Nutzungsart entstanden.

Verschiedene Indikatoren, wie zum Beispiel eine steigende Anzahl Luftraumverletzungen, u.a. durch überforderte Piloten, sowie zunehmende Verspätungen im kommerziellen Luftverkehr zeigen, dass das bestehende System den aktuellen Bedürfnissen nicht mehr gerecht wird.

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Zukünftige Situation

Falls wir mit dem bestehenden System in die Zukunft gehen würden, wären nach unserer Überzeugung die Folgen in 20 bis 30 Jahren dramatisch. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Wachstums der Luftraumnutzung sowie neuer Nutzergruppen mit neuen Bedürfnissen, könnte der Schweizer Luftraum durch Skyguide mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr sowohl sicher wie auch effizient verwaltet werden.

Auch die Verspätungen im kommerziellen Luftverkehr würden mit grosser Sicherheit stark ansteigen, wodurch ein ernstzunehmender Schaden für den Wirtschaftsstandort Schweiz entstünde.

Das Vorhaben AVISTRAT-CH

Aus diesen Gründen hat das UVEK dem BAZL den Auftrag für die AVISTRAT-CH erteilt. Ziel des Vorhabens ist es, einerseits die Risiken, die mit der Nutzung des Luftraums in der Schweiz verbunden sind, zu reduzieren, und andererseits die knappe Ressource Luftraum über der Schweiz in möglichst effizienter Weise zu nutzen. Ein weiteres wichtiges Ziel besteht darin, bei der Weiterentwicklung des Luftfahrtsystems eine Verminderung der Umweltauswirkungen sicherzustellen. 

 

Enge Zusammenarbeit mit Stakeholdern

Beim BAZL sind wir überzeugt, dass wir das Vorhaben AVISTRAT-CH nur in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern zum Erfolg führen können. Aus diesem Grund wurden in der ersten Phase des Projektes die vielfältigen Bedürfnisse der Luftraumnutzer und aviatischen Dienstleistungserbringer im Rahmen von insgesamt über 40 Workshops erhoben.
Mit dem Abschluss der ersten Phase verfügt die Projektleitung über eine gesamtheitliche Auslegeordung der Nutzerbedürfnisse . Eine Übersicht über diese „Bedürfnislandschaft Schweiz“ wurde anlässlich des Community Events vom 31. Oktober 2018 präsentiert. Auf dieser Basis wurde in der darauf folgenden Phase die Vision für den künftigen Luftraum und die künftige Aviatikinfrastruktur der Schweiz erarbeitet.

 
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Vision für den Schweizer Luftraum der Zukunft

Mit der Ende 2019 verabschiedeten Vision wird ein Bild der Zukunft gezeichnet, das alle heutigen, aber auch künftige Luftraumnutzer einbezieht. Dank einer flexiblen Architektur werden neue Nutzerbedürfnisse und Technologien künftig viel rascher integriert werden können. Auch punkto Kosten muss das neue System hohen Ansprüchen in Sachen Effizienz und Transparenz genügen. Letztlich sollen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich ausfallen.

In der nächsten Phase „Strategie“ gilt es nun Schritte zu definieren, die sich an der Vision ausrichten. Ziel ist es eine modellhafte Beschreibung des zukünftigen Luftraum- und Aviatikinfrastruktur-Systems der Schweiz zu erarbeiten. Angesichts der Komplexität und der diversen Dimensionen, die es zu berücksichtigen gilt, eine anspruchsvolle Aufgabe, die einige Zeit in Anspruch nehmen wird. 

 
 

Letzte Änderung 30.01.2020

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Kontakt

Bundesamt für Zivilluftfahrt

AVISTRAT-CH
Florian Kaufmann 

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