TMA-Redesign Zürich

Flughafen-Zürich
© BAZL

 

Der Flughafen Zürich ist der wichtigste Landesflughafen der Schweiz mit rund 278'000 Flugbewegungen pro Jahr. Die 2012 durchgeführte Sicherheitsüberprüfung des Flughafens ergab, dass die Komplexität des Luftraums mit zwei CTR und 17 TMA als sicherheitskritisch beurteilt werden muss. Gerade in den TMA kommt es immer wieder zu Luftraumverletzungen durch die General Aviation mit teils gefährlichen Annäherungen. Der erste Versuch, die TMA Zürich neu zu ordnen, musste 2017 abgebrochen werden, da zwischen den Ansprüchen des Flughafens und der Flugsicherung sowie den Forderungen der Leichtaviatik kein Konsens möglich war. Dies, obwohl im luftfahrtpolitischen Bericht (Lupo 2016) des Bundesrates die Priorität des Linienflugverkehrs, insbesondere in den Nahkontrollbezirken, hervorgehoben wird.

 

Das BAZL entschied aus Sicherheitsgründen und in Zusammenarbeit mit der FZAFG, Skyguide und Swiss daraufhin, das Projekt neu zu starten. Dabei wurde in einer ersten Phase eine neue Basis-TMA-Struktur geschaffen, welche sämtliche Instrumenten An- und Abflugverfahren der drei Pisten des Flughafen Zürich sowie die Piste in Dübendorf umfasst. Diese werden dabei geschützt nach internationalen Richtlinien und vom BAZL festgelegte Kriterien. Diese Basis-TMA-Struktur wurde im ersten Schritt bewusst so gestaltet, dass nur die Ansprüche des Linienflugverkehrs abgebildet sind.

 

Dieser Design-Vorschlag wurde Ende März 2019 den im Projekt beteiligten Stakeholdern, also auch den Vertretern der General Aviation, präsentiert. In einem zweiten Schritt muss nun die Leichtaviatik aufzeigen, welches ihre operationellen Bedürfnisse sind und wo sie aufgrund der neuen TMA-Struktur Einschränkungen für den eigenen Flugbetrieb erwartet. Dabei sollen auch mögliche Stossrichtungen für eine Lösungsfindung angegeben werden. Das BAZL wird aus diese Anliegen eine Liste zusammenstellen und zusammen mit den betroffenen Flugplätzen Lösungen suchen, die den sicheren Betrieb des Linienflugverkehrs in Zürich nicht einschränken.

 

Dieses Vorgehen wurde so mit den transparent am Projekt mitbeteiligten Stakeholdern vereinbart. Umso erstaunlicher ist es, dass der Aero-Club nun aus diesem Prozess ausschert und einseitige Stimmungsmache gegen das Projekt betreibt. Es müsste eigentlich auch den Verantwortlichen an der Verbandspitze bewusst sein, dass es im Luftraum Zürich endlich eine Verbesserung der jetzigen Situation braucht, wie es bereits vor Jahren an der Sicherheitsüberprüfung gefordert wurde.  

 

 

Fachkontakt
Letzte Änderung 26.04.2019

Zum Seitenanfang

https://www.bazl.admin.ch/content/bazl/de/home/sicherheit/infrastruktur/flugplaetze/landesflughaefen/flughafen-zuerich/tma-redesign-zuerich-.html