Sicherheit (Safety)

Unter Luftfahrtsicherheit (Safety) versteht man alle Massnahmen zur Gewährleistung der technischen und operationellen Verlässlichkeit aller Beteiligten der Zivilluftfahrt. Sie betrifft alle Bereiche der Zivilluftfahrt: vom Flugbetrieb über die Flugsicherung, die Flughäfen, die Hersteller, die Unterhaltsbetriebe bis zur Ausbildung des Luftfahrtpersonals.

Die Herstellerbetriebe, Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber und Zivilluftfahrtbehörden bilden ein vernetztes System: Zusammen sorgen sie dafür, dass der Luftverkehr zu einem der sichersten Verkehrsmittel wird. Jedes Element – von der Entwicklung der Luftfahrzeuge über die von den Fluggesellschaften festgelegten Verfahren und die Ausbildung der Besatzungen bis hin zum Unterhalt – ist entscheidend im Streben nach einem hohen Sicherheitsstandard.

Bei der Aufsichtstätigkeit auf Grund von systematischen und regelmässigen Inspektionen und Audits bei den Beteiligten des Luftverkehrs gilt es einerseits festzustellen, ob die geltenden Vorschriften und Standards, das heisst die Regeln der Technik, eingehalten werden. Wo wirtschaftlich vertretbar, strebt das BAZL dem Gedanken von «Safety first» folgend an, dass nicht nur die Regeln, sondern der Stand der Technik (Best Practice) eingehalten wird.

Luftfahrtsicherheit nach der Devise «Safety first» entsteht aber nicht nur durch die Einhaltung der Vorschriften, sondern auch durch die aktive Mitwirkung aller Beteiligten. Luftfahrtsicherheit ist in besonderem Mass eine Frage von Werten, Haltung und Qualifikation aller Beteiligten (so genannte Sicherheitskultur). Nur durch die aktive Mitwirkung aller Beteiligten können die Ziele erreicht werden. Bei einem Problem müssen der Hergang und die Ursachen ermittelt sowie Entscheidungen getroffen werden, damit es sich nicht wiederholen kann. Vernetzung und Zusammenarbeit aller Betroffenen ist daher eine wesentliche Voraussetzung.

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