FASST-CH Roadmap
Die Roadmap umfasst zwei Phasen.
a) 2028: i-conspicuity-Ökosystem
Im Einklang mit den EASA-Initiativen (EASA launches new initiatives to prevent mid-air collisions in General Aviation | EASA) wird die Sicherheit für Flüge nach den Sicht- VFR- und den Instrumentenflugregeln IFR durch die Einführung einer Vorschrift für die elektronische Sichtbarkeit in der Schweiz erhöht. Das Projekt FASST-CH sieht vor, dass bis 2028 alle bemannten Flüge elektronisch sichtbar sind.Dabei kommen eine Kombination von Technologien zum Einsatz, die den Sicherheitskriterien entsprechen und miteinander kommunizieren (interoperabel) können. Damit ist der Grundstein für die Übertragung von Daten ins Cockpit gelegt und ein grosser Schritt in Richtung digitalisierter Luftraum gemacht. Die Integration von unbemannten Luftfahrzeugen in den Luftraum G wird erleichtert.
Das interoperable Ökosystem hat folgende Merkmale:
- Luft-Luft: Alle Luftraumnutzenden sind mit elektronischen Systemen ausgestattet, die Echtzeitdaten (Position, Geschwindigkeit usw.) übermitteln. Zudem empfangen sie die gleichen Informationen von anderen Luftfahrzeugen in der Nähe. Dank dieser direkten Kommunikation können Pilotinnen und Piloten den Verkehr in ihrem Gebiet erkennen.
- Boden-Luft und Luft-Boden: Ein Netz von Bodenstationen sammelt und verarbeitet die von Luftfahrzeugen gesendeten Verkehrsdaten. Es leitet sie an andere Luftraumnutzende weiter. Diese Daten erweitern und vervollständigen das Bild für Pilotinnen und Piloten.
- Überwachung des Luftraums: Diese Daten geben den gesamten Verkehr wieder. Sie ermöglichen eine Luftraumüberwachung in Echtzeit und unterstützen mehrere Stakeholder.
- Zusätzliche Vorteile: Ein interoperables Ökosystem bedeutet, dass Luftraumnutzende auch aktualisierte Daten zu Wetterbedingungen oder Luftraumsperrungen erhalten können - vergleichbar mit FIS-B in den USA. So kann die Industrie Instrumente zur Unterstützung von Pilotinnen und Piloten entwickeln, die eine Nutzung der Daten im Cockpit ermöglichen.
b) 2035: vollständig vernetzter Luftraum
Bis 2035 wird ein vollständig vernetzter Luftraum geschaffen. Darin können die Nutzenden in Echtzeit auf wichtige Daten wie Verkehrs-, Wetter- und Luftraumstatus zugreifen. Die Konnektivität ermöglicht eine flexible Ressourcenzuweisung in Echtzeit. Da sich die Daten in einer Cloud befinden, ist eine gemeinsame Nutzung möglich.
