Schadstoffe

Der Betrieb von Flugzeugen mit Verbrennungsmotoren ist mit dem Ausstoss von Schadstoffen verbunden
Dazu gehören CO2, Feinstaub und Stickoxide sowie in Einzelfällen unverbrannter Treibstoff. Diese Emissionen sind mit verschiedenen Wirkungen auf die Umwelt verbunden: Nicht nur auf das globale Klima, sondern auch auf die lokale Luftqualität.
Für sämtliche Schadstoffe sind auf internationaler und nationaler Ebene Massnahmen vorgesehen.
Grosse Flugzeugtriebwerke unterliegen einer Schadstoff-zertifizierung und müssen entsprechende Grenzwerte einhalten. Dank bedeutenden technischen Fortschritten verbrennen heutige Triebwerke den Treibstoff bereits praktisch ohne Rückstände, was Schadstoffemissionen ebenfalls stark mindert.

Triebwerkemissionen
Triebwerksemissionen spielen eine zentrale Rolle für die Umweltbilanz der Luftfahrt. Sie entstehen bei der Verbrennung von Treibstoff in Flugzeug-, Helikopter- und Turbinenmotoren und beeinflussen sowohl Luftqualität als auch Klima. Durch neue Mess- und Berechnungsmethoden lassen sich Emissionen heute präziser erfassen und bewerten.

Berechnungsmodelle ADAECAM
ADAECAM (Advanced Aircraft Emission Calculation Method) ist eine neue sehr fortschrittliche Methode, um Treibstoffverbrauch und Schadstoffemissionen von Flugzeugen im Nahbereich von Flughäfen noch genauer zu berechnen. Das BAZL hat die ADAECAM Treibstoffberechnung mit Hilfe von Hunderten in heutigen Flugzeugen aufgezeichneten Flugdaten validiert.

Treibstoffablass
Das Ablassen von Flugzeug-Treibstoff geschieht sehr selten und nur, wenn sonst eine gefährliche Situation für das Flugzeug, seine Passagiere und die Besatzung entstehen würde. Die Bedingungen, unter welchen Flugtreibstoff über eine spezielle Vorrichtung abgelassen werden darf, sind sehr restriktiv geregelt.

Schadstoffzertifizierung von Luftfahrzeugen
Seit den 80er Jahren müssen grosse Flugzeugtriebwerke Schadstoffgrenzwerte erfüllen, welche im Laufe der Jahre schrittweise verschärft wurden. So ist der Schadstoffbeitrag durch den Flugverkehr heute in der Schweiz relativ gering.

Schadstoffabhängige Landegebühren
Die Schweiz hat neben Schweden als erstes Land der Welt emissionsabhängige Landegebühren eingeführt (1997 Zürich, 1998 Genf, 2000 Bern, 2003 Basel (in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden)). 2010 hat die Schweiz auf ein europäisch harmonisiertes Gebührenmodell gewechselt. Dieses Modell berücksichtigt in erster Linie die absolute Menge der Stickoxid-Emissionen.