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FASST-CH: die Sicherheit im Schweizer Luftraum verbessern

FASST Konzept

Disclaimer

Im Rahmen von FASST-CH plant das BAZL, im Verlauf 2027 eine Pflicht zur elektronischen Sichtbarkeit in die bestehende Verordnung aufzunehmen. Eine Übergangsfirst von einem Jahr ist danach vorgesehen. Um finanzielle Unterstützung (über BV87) für die notwendigen Investitionen in die Cockpit-Ausstattung zur Erfüllung der kommenden Pflicht zu erhalten, muss spätestens bis zum 30. November 2026 ein entsprechender Antrag eingereicht werden. Details zu Geräteanforderungen und Finanzierungsmöglichkeiten sind unter Technologie-Empfehlung zu finden.

Betreffend Gleitschirmen, Deltaseglern, Starrflügel-Hängegleitern, Elektro-Hängegleitern siehe die entsprechende Seite.

In Kürze

  • Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) will die elektronische Sichtbarkeit (e‑conspicuity) der Luftraumnutzenden verbessern, um die Sicherheit zu erhöhen.
  • Dazu beauftragte das BAZL das Projekt Future Aviation Surveillance Services and Technologies in Switzerland (FASST-CH) eine Roadmap für Luftraumüberwachungsdienste und unterstützende Technologien bis 2035 festzulegen.
  • Bis 2028 soll ein i‑conspicuity-Ökosystem entstehen, in dem alle Luftfahrzeuge elektronisch erkennbar (e-conspicuity) sind und miteinander kommunizieren können unterstützt bei einer Bodeninfrastruktur.
  • Bis 2035 soll ein vollständig vernetzter Luftraum geschaffen werden. In diesem stehen den Luftraumnutzenden und der Überwachung Echtzeitdaten zur Verfügung.
  • Das BAZL fordert die Flugzeughalter und -halterinnen sowie die Pilotinnen und Piloten auf, ihre Luftfahrzeuge gemäss der Technologie-Empfehlung auszurüsten.
  • Wer sein Luftfahrzeug ausrüstet, kann beim BAZL finanzielle Unterstützung über die Spezialfinanzierung Luftverkehr (BV87) beantragen.

Seit den Anfängen der Luftfahrt lautet eines der Grundprinzipien «See and Avoid» (Sehen und Ausweichen): andere Luftraumnutzer erkennen und ihnen ausweichen. Zur Unterstützung der Piloten bei dieser Aufgabe wurden verschiedene Technologien eingeführt; diese sind jedoch nicht ausreichend miteinander kompatibel. Obwohl die meisten Luftraumnutzer in der Schweiz über mindestens eine dieser Technologien an Bord verfügen, stellt die mangelnde Interoperabilität ein Sicherheitsrisiko dar.

Im Jahr 2023 wurde FASST-CH (Future Aviation Surveillance Services and Technologies in Switzerland) ins Leben gerufen, um dieses Problem in einem breiteren Kontext anzugehen. Die im Rahmen von FASST-CH in Zusammenarbeit mit mehreren schweizerischen und internationalen Akteuren entwickelte Vision für 2035 ist ein vollständig vernetzter Luftraum, in dem Piloten in Echtzeit auf Daten zu Verkehr, Wetter und Luftraumstatus zugreifen können.

Zu diesem Zweck fordert das BAZL die Eigentümer und Piloten auf, dafür zu sorgen, dass ihre Luftfahrzeuge mithilfe einer begrenzten Anzahl von Technologien, die die Interoperabilität fördern, elektronisch erkennbar sind, und so dazu beizutragen, den Luftraum sicherer zu machen. Zu diesem Zweck wurde eine Liste empfohlener Technologien veröffentlicht.

Der angestrebte Luftraum wird auf einem i-conspicuity-Ökosystem aufbauen, das bis 2028 realisiert werden soll. Dabei wird die Interoperabilität der Technologien in der Luft durch eine Bodeninfrastruktur ergänzt, wodurch eine vollständige Sichtbarkeit des umgebenden Flugverkehrs gewährleistet wird.

Weitere Informationen zu den Inhalten des Projekts